Im Zusammenhang mit Olivenöl hört man oft vom Säuregehalt als entscheidendem Qualitätsmerkmal. Viele Verbraucher glauben, dass ein niedriger Säuregehalt gleichbedeutend mit einem milden Geschmack ist. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Säuregehalt, auch als „freie Fettsäuren“ bezeichnet, hat nichts mit dem Geschmack zu tun, sondern ist ein Indikator für die Qualität der Oliven und des Verarbeitungsprozesses.


Was ist der Säuregehalt im Olivenöl?

Der Säuregehalt in Olivenöl ist ein chemischer Wert, der im Labor gemessen wird. Er gibt an, wie viele freie Fettsäuren im Öl enthalten sind, ausgedrückt in Prozent der Ölsäure. Diese Fettsäuren entstehen, wenn die Oliven beschädigt oder überreif sind, oder wenn der Verarbeitungsprozess nicht schnell und sorgfältig genug durchgeführt wird. Je gesünder und frischer die Oliven sind und je schonender sie verarbeitet werden, desto geringer ist der Anteil an freien Fettsäuren.


Warum ist ein niedriger Säuregehalt so wichtig?

Ein niedriger Säuregehalt, wie er bei nativem Olivenöl extra gesetzlich unter 0,8 % liegen muss, ist ein direktes Zeichen für einwandfreie Qualität. Er weist darauf hin, dass:

  • Die Oliven gesund waren: Es wurden keine beschädigten, kranken oder am Boden liegenden Oliven verwendet, die bereits einen Zersetzungsprozess begonnen haben.
  • Die Ernte und Verarbeitung schnell erfolgte: Die Oliven wurden unmittelbar nach der Ernte, meist innerhalb weniger Stunden, zu Öl verarbeitet. Lange Wartezeiten würden zu einem Anstieg der freien Fettsäuren führen.
  • Die Pressung schonend war: Die Kaltpressung bei niedrigen Temperaturen verhindert, dass die Fettsäuren aufgespalten werden und sich der Säuregehalt erhöht.

Ein niedriger Säuregehalt ist also ein Indikator für ein reines, frisches Naturprodukt. Bei Ximos legen wir größten Wert auf diese Faktoren, um sicherzustellen, dass unser Öl einen besonders geringen Säuregehalt aufweist.


Wie der Säuregehalt den Geschmack beeinflusst (oder auch nicht)

Viele Menschen verwechseln Säuregehalt mit einem „sauren“ Geschmack. Doch das ist falsch. Ein hochwertiges natives Olivenöl extra zeichnet sich durch seinen fruchtigen, oft leicht bitteren und scharfen Geschmack aus – Eigenschaften, die von den wertvollen Polyphenolen stammen, nicht vom Säuregehalt. Die Schärfe, die Sie im Hals spüren, ist ein positives Qualitätsmerkmal. Ein hoher Säuregehalt hingegen ist sensorisch nicht wahrnehmbar, deutet aber auf eine mangelhafte Qualität hin, die sich oft durch Fehler wie einen ranzigen oder schlammigen Geschmack bemerkbar macht.


Fazit

Der Säuregehalt ist ein entscheidender, aber oft missverstandener Qualitätsindikator für Olivenöl. Er ist ein technischer Wert, der im Labor gemessen wird und Aufschluss über die Güte der Oliven und die Sorgfalt bei der Herstellung gibt. Während der Gesetzgeber einen Säuregehalt von maximal 0,8 % für natives Olivenöl extra vorschreibt, erreichen viele Premium-Öle, wie wir sie bei Ximos anbieten, Werte, die deutlich darunter liegen. Achten Sie beim Kauf also nicht nur auf die Bezeichnung „nativ extra“, sondern auch auf eine vertrauenswürdige Marke, die Transparenz über ihre Qualitätsparameter bietet. So stellen Sie sicher, dass Sie ein Öl erhalten, das nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch die wertvollen Inhaltsstoffe bewahrt hat.

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